Der wichtige erste Eindruck bei einer Begegnung

Sie treffen einen für Sie bis dato fremden Menschen, einen neuen Kunden oder Ihren neuen Vorgesetzten. Instinktiv beurteilen Sie den Menschen im ersten Moment, in dem Sie ihn wahrnehmen: Freund – Kontrahent – ansprechend – unsympathisch – farblos – faszinierend. Ihrem Gegenüber geht es ebenso. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie den Moment des ersten Eindrucks günstig für sich gestalten können.

Für den ersten Moment gibt es leider Gottes keine zweite Chance; dies wurde bereits in mehrfachen wissenschaftlichen Auswertungen erwiesen.

Dieses Abchecken dauert nur wenige Bruchteile von Sekunden, daraufhin steht irreversibel ein Urteil über die betreffende Persönlichkeit. In diesem krass kurzen Zeitraum wird von uns bestimmt, ob wir unser neues Gegenüber als ansprechend, unerträglich, erotisch, unattraktiv, interessant, unwichtig, intelligent, unintelligent etc. einordnen.

Die Entscheidungsfaktoren sind in erster Linie Stimme, Optik, Haltung, Körpersprache, Mienenspiel und Geruch. Der am meisten ausgeprägten Info vertrauen wir zuerst und am allermeisten – das herausstechenste Zeichen ist hierbei der ausschlaggebende Hauptfaktor für die weitere Gesamteinschätzung – es kann alle übrigen Signale übertönen.

Daher ist es enorm bedeutend, alle dem Körper zugehörigen Signale von Anfang an richtig zu setzen. Wenn z. B. Ihre Bekleidung optimal sitzt, aber das Minischildchen von der Reinigung unbeabsichtigt noch am Anzug klebt, wird akkurat dieses Mini-Teil als ausgeprägtestes Signal beim Anderen ankommen. Demgegenüber denken Sie auch daran: Niemand ist perfekt – die meisten kleinen Macken und Unzulänglichkeiten wirken durchaus liebenswürdig.

Die Bedeutung des ersten Eindrucks – Optik

Die körpereigene Attraktivität des Gegenübers ist für den „Zauber“ des ersten Eindrucks – anziehend oder abstoßend – in den allermeisten Fällen nicht auschlaggebend. Relevant ist vor allem eine Gute Hygiene und in vielen Fällen eine der Situation abgestimmte Kleidung. So wird man in abgerissenen Sachen bei einem Anwalts-Treffen ziemlich für Missfallen sorgen, während auf einer Punk-Party der Anzugträger aufpassen sollte, dass er nicht mit faulen Eiern beworfen wird. Bei allen Situationen ohne Ausnahme bedeutend ist hingegen eine Gepflegtheit des Körpers. Ein z. B. peinlicher Körpergeruch ist ein allumfassendes No-Go in allen Situationen und Begegnungen.

Die Signifikanz des ersten Augenblickes – Mimik: Die innere Einstellung

Durch die sog. „Spiegelneuronen“ adaptieren wir unmittelbar den Gemütszustand des Gegenübers. Wenn meine Mimik z. B. Unfreundlichkeit ausdrückt, wird unser Gesprächspartner uns blitzschnell als abstoßend einschätzen. Versuchen Sie also bereits vor der Zusammenkunft eine innere bejahende Einstellung zu erreichen. Lächeln Sie, auch wenn es vielleicht in diesem Augenblick nicht leicht sein mag.

Die Bedeutung des ersten Momentes – Stimme, Haltung und Gestik: Hochstatus und Tiefstatus

Jeder Erdenbürger befindet sich von der ersten Zusammenkunft an in einem bestimmten Status – je nachdem ob er sich z. B. dem Anderen gegenüber unsicher oder sicher fühlt. In Gegenwart vermeintlich oder tatsächlich „Höhergestellten“ oder Menschen des anderen Geschlechts nimmt man oftmals unabsichtlich einen devoten Tiefstatus ein.

Präzise dieses ehrerbietige Verhalten zusammen mit einer devot wirkenden Körperausstrahlung sollten Sie aber nicht an den Tag legen, denn dies führt des Öfteren zu einem für Sie nachteiligen Verlauf des Gespräches.

Einer ranghöheren Persönlichkeit sollte man wohl mit Achtung begegnen, jedoch nicht mit einer ehrlosen Untertänigkeit. Vereinzelte Elemente von Tieferstatus wie eine Verbeugung sind dagegen eine Referenzbezeugung dem mit dem höheren Rang oder dem Gleichgestellten gegenüber und keine abstoßende Schleimerei.

Proben Sie vor einer wichtigen Begegnung, wie Sie diesen Moment des ersten Treffens erfolgreich meistern können (üben Sie z. B. mit einem Bekannten oder einer anderen Ihnen nahestehenden Person):

Nehmen Sie eine entspannte und aufrechte Körperhaltung ein.

Meiden Sie kleine ruckartige Bewegungen. Dies signalisiert dem anderen einen Tiefstatus.

Vermeiden Sie es ebenso im Stand nervös am Körper oder im Gesicht „herumzufummeln“. Versuchen Sie statt dessen gelassen und entspannt zu stehen, die Hände ungezwungen an den Körperseiten hängend.

Reden Sie in sich ruhend, akzentuiert und ohne Stress.

Sprechen Sie während Sie das Haupt und den Blick unbewegt und geradlinig halten.

Agieren Sie also durchgehend ruhig und selbstsicher mit Ihrer Körpersprache.

Durch diese aufrechte und entspannte Körperhaltung strahlen Sie Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Harmonie aus.

Genießen Sie es auch mal in alltäglichen Situationen eine „royale Gelassenheit“ zu zelebrieren.

Durch Entspanntheit wirken Sie vom ersten Moment an anziehend und respektvoll.